Die Feuerbestattung - keine Erfindung unserer modernen Gesellschaft.

Alle Religionen haben seit jeher die Bestattung als religiösen Akt gesehen, wobei der Tote ein Recht auf ein würdevolles Grab hat und der Ort der Beisetzung als heilig gilt. Er trägt zum geistigen Überleben des Verstorbenen, in der Erinnerung seiner Verwandtschaft und Bekannten bei.
Im Laufe der Geschichte hat die Art und Weise der Bestattung jedoch unterschiedliche Formen angenommen. Man kennt die Erdbestattung mit oder ohne Sarg, die Seebestattung, die Feuerbestattung, oder Mischformen, wie das Beisetzen der Asche. Der Ort der Bestattung kann öffentlich oder privat, die Begräbnisfeier religiös oder zivil sein.
Die christliche Zivilisation ist gekennzeichnet durch die Erdbestattung. Diese Begräbnisart hat sich ungefähr im 5. Jahrhundert nach Jesus - Christus in Europa durchgesetzt und hat eigene Kulthandlungen, sowie spezifische Bedürfnisse erzeugt: zuerst Katakomben, dann, seit dem Mittelalter, Friedhöfe neben den Kirchen oder am Rande der Ortschaften. Aber schon im ausgehenden Mittelalter kam die alte Idee der Totenverbrennung wieder zur Geltung : es war die Ära der großen Epidemien wie Pest, Cholera oder Pocken. Es kamen Stimmen auf, die nach einem Bestattungsmodus riefen, der den Zwängen der damaligen Zeit besser gerecht werden sollte.
Jetzt am Anfang des einundzwanzigsten Jahrhundert hat die Einäscherung erneut an Aktualität gewonnen, wenn auch aus anderen Gründen.

Eine Tradition mit Zukunft


Seit dem 19. Jahrhundert wird die Feuerbestattung zunehmend wieder in Anspruch genommen. Die Gründe sind vorwiegend praktischer Art. Die städtebaulichen Probleme, die durch das stete Anwachsen der Friedhofsanlagen in großen und kleinen Ortschaften entstehen, lassen die Totenverbrennung als die einzige Bestattungsart, die unserer fortschrittlichen Industriegesellschaft entspricht, erscheinen. Das Einäschern ist hygienischer, erfüllt ästhetische Wünsche und kommt dem heutigen Verlangen nach Anonymität und Wirtschaftlichkeit entgegen. Dadurch unterscheidet sie sich von der herkömmlichen Erdbestattung, mit den bekannten Nachteilen, wie Begräbnis- und Grabunterhaltungskosten, umweltbelastenden Risiken, Überfüllung der Friedhöfe Š .

Eine moderne und würdige Infrastruktur

Seit der Eröffnung des Krematoriums in Luxemburg-Hamm im Jahre 1995 kann hierzulande jeder seinem Wunsch gemäß nach seinem Tode eingeäschert werden. Neben den eigentlichen Einäscherungsstrukturen steht ein großräumiger Zeremoniensaal mit über 100 Sitzplätzen zur Verfügung, sowie zwei « Jardins du Souvenir « für die Aschenstreuung. Ähnlich der traditionellen Bestattung kann die Zeremonie sowohl ziviler, wie auch religiöser Natur sein.

Die « Jardins du Souvenir » sind parkähnlich angelegt und genauso wie Friedhöfe, frei zugänglich. Die Hinterbliebenen können jederzeit des Verstorbenen gedenken. Wird die Asche nicht verstreut, transportiert das Bestattungsinstitut die Urne an den Ort der Beisetzung. Heute wählen in etwa 35 % der Luxemburger Bevölkerung diesen Weg. ( 1983 waren es nur 7,87% ). Somit ist der Anteil der Feuerbestattung in etwa gleich dem Belgiens oder dem der nördlichen Länder (Holland, Dänemark, Schweden oder Norwegen). In Großbritannien ist die Einäscherung bereits die häufigste gewählte Bestattungsform.
Auch finanzielle Argumente sprechen für die Einäscherung. Tatsächlich ist die Feuerbestattung weit weniger kostenaufwendig als eine traditionelle Beisetzungsform, obwohl die Gesamtkosten auch von den zusätzlich gewählten Dienstleistungen, den geschalteten Anzeigen oder der Wahl des Bestattungssarges abhängig sind.

Wie können Sie Ihren Entscheidung absichern?


Das Gesetz ermöglicht es Ihnen, Ihren Wunsch zur Feuerbestattung zum Ausdruck zu bringen. Die " Luxemburger Feuerbestattungsgesellschaft S.A." hat entsprechend zwei Formeln ausgearbeitet, die diesem Rechnung tragen:

- Créma funéraire ... ein Vorsorgevertrag mit finanzieller Absicherung Ihrer Bestattungskosten
- Créma déclaration ... für die testamentarische Absicherung Ihrer Willenserklärung